Für den von der KoCo durchgeführten Kalkulationssatzvergleich (KaSV) liegt die erste Auswertung vor. Sie bietet wichtige Erkenntnisse zur Marktlage und der Preissituation einzelner Prozessschritte von der Vorstufe über den Drucksaal bis zur Weiterverarbeitung und Versand. Da die Studie als Dauerstudie angelegt ist, können auch neue Teilnehmer jederzeit ihre Daten einreichen. Teilnehmen kann jede Druckerei aus Deutschland. Der Auswertungsbericht mit detaillierten Informationen und Analysen steht aber ausschließlich den Teilnehmern zur Verfügung.
Eine wichtige Grundlage für den Geschäftserfolg einer Druckerei ist die Preisbildung. Bei der Druckproduktion handelt es sich um einen recht komplexen Produktionsprozess, weshalb auch die Angebotsberechnung für die unterschiedlichsten Drucksachen und Druckleistungen nicht trivial ist. „Viele Druckereien arbeiten immer noch mit sehr rudimentären Kostenrechnungs- und Preisbildungsmethoden“, erläutert Ulrich Smets, Unternehmensberater und KoCo-Partner. Deshalb stellen Marktstudien eine wichtige Informationsquelle dar, anhand derer die Bandbreite der üblichen Kostensätze abgelesen werden kann.
Der Auswertungsbericht des KoCo-Kalkulationssatzvergleichs liefert Stundensätze und Stückkosten diverser Maschinen und Arbeitsplätze der Bereiche Druckvorstufe, Druck und Weiterverarbeitung. „Es werden dabei Zentral- und Quartilswerte dargestellt, die den Bereich der mittleren 50 % des Teilnehmerfeldes definieren“, beschreibt Smets die Inhalte der Auswertung. Aufgrund dieser Auswertungsmethode besitzen Ausreißer keinen wesentlichen Einfluss auf die zentralen Ergebnisse. Die erste Auswertung zeigt ganz klar auf, mit welchen Stundensätzen Druckereien beispielsweise bei Vierfarben-Offsetmaschinen Ihre Angebote berechnen. Für jede ausgewertete Maschine bzw. Arbeitsplatz wird die Spannweite im Bericht angegeben.
Der Vergleich läuft seit 2016 und wird durch neu eingereichte Daten fortlaufend aktualisiert. Interessierte Unternehmer haben weiterhin die Möglichkeit, an der Studie teilzunehmen, um so die Studienergebnisse zu erhalten. Als Gegenleistung ist es lediglich notwendig, den Erhebungsbogen auszufüllen und die eigenen Kostensätze, mit denen kalkuliert wird, zur Verfügung zu stellen. Jeder Teilnehmer erhält einen Auswertungsbericht, in dem die eigenen Daten im Auswertungstableau Berücksichtigung finden.
Über den KoCo-KaSV
Ziel des KoCo-Kalkulationssatzvergleichs (KaSV) ist es, Kalkulationssätze unabhängig von deren Entstehung zu erheben. Die Idee dahinter war, nicht Kosten einzelner Maschinen zu vergleichen, sondern die Kostensätze darzustellen, mit denen unabhängig von ihrer Entstehung kalkuliert und Angebote berechnet werden.
Teilnehmen kann jede Druckerei aller Sparten und mit allen Verfahren aus Deutschland. Die Erhebung erfolgt dabei über einen Fragebogen, der im Internet unter https://www.koco-medien.de/kalkulationssatzvergleich/ heruntergeladen werden kann.
Die Studie wurde im Jahr 2016 entwickelt und mit einer Pilot-Studie begonnen. Sie ist als immer wieder startende Dauerstudie angelegt. Es können jederzeit Meldungen eingereicht werden.
Über die KoCo
Die Kooperation Kostenrechnung und Controlling für die grafische Industrie (KoCo) mit Sitz in München ist ein Zusammenschluss von drei leistungsstarken Partnern, die das Ziel der betriebswirtschaftlichen und strategischen Weiterentwicklung der gesamten Branche verbindet. Die Partner sind datamedia GmbH, München, Wolfgang Kern, Unternehmensberater, KernKompetenz, Reutlingen und Ulrich Smets, Unternehmensberater, Controllingbüro Smets, Mainz.
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- PDF-Datei: PM 2017-06-13 Der neue Kalkulationssatzvergleich
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